Schwaches Copyleft

Eclipse Public License 2.0

Unternehmensfreundliches schwaches Copyleft: EPL-Code und Änderungen müssen offengelegt werden, Code in separaten Modulen kann auch kommerziell lizenziert werden.

SPDXEPL-2.0

Erlaubnisse, Bedingungen und Einschränkungen auf einen Blick

Erlaubnisse

  • Kommerzielle NutzungDas Original und abgeleitete Werke dürfen kommerziell genutzt werden.
  • VerbreitungDer Code darf verbreitet werden.
  • ÄnderungDer Code darf verändert werden.
  • PatentnutzungDie Beitragenden räumen ausdrücklich Patentnutzungsrechte ein.
  • Private NutzungDer Code darf intern genutzt und geändert werden, ohne ihn zu veröffentlichen.

Bedingungen

  • Quellcode offenlegenBei der Verbreitung muss der Quellcode bereitgestellt werden.
  • Urheberrechts- und LizenzhinweisBei der Verbreitung müssen eine Kopie der Lizenz und der Urheberrechtsvermerk beigefügt werden.
  • Gleiche LizenzGeänderte und abgeleitete Werke müssen unter derselben (oder einer kompatiblen) Lizenz verbreitet werden.

Einschränkungen

  • HaftungsbeschränkungEs wird ausdrücklich jede Haftung für Schäden ausgeschlossen.
  • Keine GewährleistungEs wird ausdrücklich jede Gewährleistung ausgeschlossen.

Einteilung in Erlaubnisse, Bedingungen und Einschränkungen: Daten von choosealicense.com (GitHub, MIT-Lizenz).

Was ist das für eine Lizenz?

Die EPL 2.0 wurde im August 2017 von der Eclipse Foundation veröffentlicht. Die Eclipse IDE, Jakarta EE und viele weitere Projekte der Eclipse Foundation nutzen sie. Wer ein Programm unter der EPL und seine Änderungen („Contribution“) verbreitet, muss den Quellcode offenlegen; Code in separaten Modulen, der nicht vom EPL-Code abgeleitet ist, darf jedoch unter einer anderen Lizenz (auch kommerziell) verbreitet werden. Sie enthält eine ausdrückliche Patentlizenz und eine Klausel, nach der die Patentlizenz einer Person endet, die eine Klage wegen Patentverletzung durch das Programm erhebt.

Änderungen gegenüber EPL-1.0

Pflichten bei der Verbreitung

Häufige Irrtümer

Anwendung

Legen Sie den Text in LICENSE ab und ergänzen Sie bei Bedarf in jeder Datei einen Secondary-License-Hinweis im Format von Exhibit A. Da die EPL anders als GNU oder Apache keinen festen Dateikopf-Wortlaut hat, wird ein Kopf mit der SPDX-Kennung EPL-2.0 empfohlen (ist GPL-2.0 als Secondary License bestimmt, schreibt man den SPDX-Ausdruck z. B. als EPL-2.0 OR GPL-2.0-or-later WITH Classpath-exception-2.0).

Wofür sie sich eignet

Für unternehmensgetriebene Ökosysteme, die den Kern einer Plattform oder eines Frameworks offen halten, darauf aufbauende Erweiterungsmodule aber kommerziell verkaufen lassen wollen. Eine einfachere, dateibezogene Alternative ist die MPL-2.0.

Darf EPL-2.0-Code in andere Projekte übernommen werden?

Allgemeine Einschätzung, wenn Code unter dieser Lizenz in ein Projekt mit der unten genannten Lizenz übernommen und gemeinsam verbreitet wird. Weitere Kombinationen im Kompatibilitätsprüfer →

ZielprojektErgebnisHinweis
Proprietäre (kommerzielle) Software Unter BedingungenEPL-Code und seine Änderungen bleiben unter EPL-2.0, und der Quellcode muss bereitgestellt werden. Eigener Code in separaten Modulen kann unter einer anderen Lizenz stehen.
MIT Unter BedingungenEPL-Code und seine Änderungen bleiben unter EPL-2.0, und der Quellcode muss bereitgestellt werden. Eigener Code in separaten Modulen kann unter einer anderen Lizenz stehen.
Apache-2.0 Unter BedingungenEPL-Code und seine Änderungen bleiben unter EPL-2.0, und der Quellcode muss bereitgestellt werden. Eigener Code in separaten Modulen kann unter einer anderen Lizenz stehen.
MPL-2.0 Unter BedingungenEPL-Code und seine Änderungen bleiben unter EPL-2.0, und der Quellcode muss bereitgestellt werden. Eigener Code in separaten Modulen kann unter einer anderen Lizenz stehen.
LGPL-2.1 Unter BedingungenNur wenn der ursprüngliche Autor per Exhibit A die GPL o. Ä. als Secondary License bestimmt hat, ist eine Kombination mit Verbreitung unter einer GNU-Lizenz möglich. Ohne diese Angabe besteht keine Kompatibilität.
LGPL-3.0 Unter BedingungenNur wenn der ursprüngliche Autor per Exhibit A die GPL o. Ä. als Secondary License bestimmt hat, ist eine Kombination mit Verbreitung unter einer GNU-Lizenz möglich. Ohne diese Angabe besteht keine Kompatibilität.
GPL-2.0 Unter BedingungenNur wenn der ursprüngliche Autor per Exhibit A die GPL o. Ä. als Secondary License bestimmt hat, ist eine Kombination mit Verbreitung unter einer GNU-Lizenz möglich. Ohne diese Angabe besteht keine Kompatibilität.
GPL-3.0 Unter BedingungenNur wenn der ursprüngliche Autor per Exhibit A die GPL o. Ä. als Secondary License bestimmt hat, ist eine Kombination mit Verbreitung unter einer GNU-Lizenz möglich. Ohne diese Angabe besteht keine Kompatibilität.
AGPL-3.0 Unter BedingungenNur wenn der ursprüngliche Autor per Exhibit A die GPL o. Ä. als Secondary License bestimmt hat, ist eine Kombination mit Verbreitung unter einer GNU-Lizenz möglich. Ohne diese Angabe besteht keine Kompatibilität.

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